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Gemäß unserer Zielsetzung, die Literaturen Indiens und seiner südasiatischen Nachbarländer im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen, haben wir durch Zuschüsse die Produktion einiger zeitgenössischer Romane, Erzählungen und Lyrikbände in deutscher Übersetzung gefördert. Obwohl das Literaturforum Indien nie die gesamten Produktionskosten übernimmt, kann ein Zuschuss ausschlaggebend dafür sein, ob ein Buch erscheint oder nicht.

Gefördert werden Buchprojekte auch in Form ehrenamtlicher Übersetzungs- und Lektoratsarbeiten durch Mitglieder des Literaturforums.

Bisher wurde jährlich ein gefördertes Buchprojekt besonders herausgehoben und auf unseren Jahrestagungen präsentiert.

2017: Der Nagalingabaum (Erzählungen)

von Chudamani Raghavan

Pandavapuram
In ihren Erzählungen setzt sich die Autorin kritisch mit festgefahrenen gesellschaftlichen Traditionen auseinander, z. B. mit von der künftigen Schwiegermutter dominierten Heiratsverhandlungen oder mit den bitteren Erfahrungen einer jungen Frau in den ersten Jahren nach der Heirat. Ganz allgemein gilt ihr besonderes Interesse dem immer noch von einer strengen Tradition bestimmten heutigen Leben, das vor allem für die Frauen eine Herausforderung darstellt.

Aus dem Tamil übersetzt und herausgegeben von Dieter B. Kapp
Draupadi Verlag, Heidelberg,  ISBN 978-3-945191-21-7   164 Seiten, 16,00 Euro







2016: Pandavapuram - die Stadt der Liebe (Roman)

von A. Sethumadhavan

Pandavapuram
"Ich habe schon vor langem die dünne Grenze zwischen Wahrheit und Einbildung durchbrochen." Das sagt Devi, eine Lehrerin in einem südindischen Dorf Sie bekommt Besuch von einem Mann, der behauptet, sie schon einmal getroffen zu haben. Devi streitet das enegisch ab. Es entsteht ein ebenso faszinierendes wie rätselhaftes Spiel zwischen der Frau und dem Fremden, wobei offen bleibt, was wirklich geschehen ist.

Anelil Sethumadhavan: Pandavapuruam - die Stadt der Liebe. Roman. Übersetzt von Salome Heyn. Draupadi Verlag, Heidelberg.
ISBN 978-3-945191-15-6, 132, Seiten, 14,00 Euro






2016: Wie queren wir Flüsse? 

Geschichten und Gedichte vom indischen Subkontinent

Jubiläumsband zum zehnjährigen Bestehen des Literaturforum Indien e.V.

Wie queren wir Flüsse













Aus dem Vorwort: „Wie queren wir Flüsse?“ Darum geht es in einem Gedicht des indischen Lyrikers Keki N. Daruwalla. Flüsse machen das Land fruchtbar, sie verbinden die Menschen, ermöglichen Handel und kulturellen Austausch. Aber sie trennen auch. Ein Fluss, so Daruwalla, stellt sich uns in jeder Lebensphase als Hindernis in den Weg. Damit man den eigenen Weg fortsetzen kann, muss er irgendwie überquert werden. Sei es watend, schwimmend oder in einem Boot. Aus eigenen Kräften oder mit fremder Hilfe. Der Fluss wird zum universalen Bild für die Bewältigung von Hindernissen und Gefahren.

Vor Hindernissen, die es zu überwinden gilt, stehen die Protagonisten in vielen der Geschichten und Gedichte dieser Anthologie. Etwa vor der sozialen Kluft zwischen reich und arm, gebildet und unwissend, angesehen und verachtet. Oder vor dem Antagonismus von patriarchalischer Tradition und dem Emanzipationsstreben der Frauen. In vielfältiger Weise verweisen die Texte dieses Buches auf solche zwischenmenschlichen Schranken und Klüfte, sie zeigen unterschiedliche Wege, sie zu überwinden. Sie stellen das Scheitern an den realen Bedingungen dar, aber auch den Sieg von Mut und Menschlichkeit über große Widerstände.

Vor zehn Jahren, 2006, wurde das Literaturforum Indien e.V. gegründet und der runde Geburtstag ist unmittelbarer Anlass für diese Anthologie. Die Auswahl der Geschichten und Gedichte will einen Querschnitt der neueren Literatur Indiens bieten. Sie umfasst Texte aus 12 Ausgangssprachen, wobei einige der sprachlich und kulturell nah verwandten Nachbarn Indiens einbezogen wurden. [mehr...]

hrsg. von Ines Fornell und Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2016 - ISBN 978-3-945191-13-2
190 S., 19,80 Euro



2015: Die Mauern von Delhi (Zwei Erzählungen)

von Uday Prakash

Die Mauern von Delhi
Uday Prakash ist der derzeit wohl bedeutendste Hindi-Schriftsteller. Die meisten seiner Erzählungen handeln vom Leben in den ländlichen Gebieten, doch gibt es auch Geschichten, die in der indischen Hauptstadt Delhi angesiedelt sind. Zwei dieser Erzählungen finden sich in diesem Band.

Übersetzt aus dem Hindii von Anna Petersdorf und Barbara Lotz
Draupadi Verlag 2015 - ISBN 978-3-937603-99-5








2014: Der Ruf der weiten Welt (Erzählungen)

von Rabindranath Tagore

Der Ruf der weiten Welt
Von Tagores Erzählungen ist bisher nur ein kleiner Teil in Deutschland erschienen. Dabei sind es gerade diese bewegenden Geschichten, die die Menschen des 21. Jahrhunderts ansprechen. Die zehn Kurzgeschichten dieses Bandes sollen dabei helfen, den großen indischen Künstler neu zu entdecken.

Übersetzt aus dem Bengali von Nirmalendu Sarkar
Draupadi Verlag 2014 - ISBN 978-3-937603-92-6








2013: Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns (Roman)

von Mahasweta Devi

Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns
Mahasweta Devi (geb. 1926) gehört zu den bedeutendsten indischen Schriftstellerinnen. Sie hat mehr als 50 Romane und eine noch höhere Zahl von Kurzgeschichten verfasst. Die Erzählung „Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns“ gehört zu ihren frühen Werken.


Übersetzt aus dem Bengali von Barbara DasGupta
Draupadi Verlag 2013 - ISBN 978-3-937603-79-7







2012: Ein Tropfen Licht (Gedichte)

von O.N.V. Kurup

Ein Tropfen Licht
O. N. V. Kurup, geb. 1931 in Chavara, Kollam (Kerala), ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dichter Indiens, führender Lyriker der klassischen Moderne der Gegenwartsliteratur in Malayalam, in Indien gewürdigt als „Humanist unter Dichtern und Dichter unter Humanisten“ (K. Satchidanandan), vielfach national und international ausgezeichnet, zuletzt mit dem höchsten Literaturpreis Indiens (Jnanapitham 2007) und durch höchste nationale zivile Ehrungen der indischen Zentralregierung: Padmashri (1998) und Padmavibhushan (2011), Dr. h.c. Universität Kerala (2007).

Herausgegeben und aus dem Malayalam ins Deutsche übersetzt von
Annakutty Valimangalam K.-Findeis.
Draupadi Verlag 202  - ISBN 978-3-937603-70-4




2011: Die Stunde nach Mitternacht (Roman)

von Salma

Die Stunde nach Mitternacht
Die indische Schriftstellerin Salma beschreibt in ihrem Roman "Die Stunde nach Mitternacht" das Leben von muslimischen Frauen im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Die Frauen leben in einer abgeschlossenen, von Männern dominierten Welt. Ihr Leben besteht aus kleinen Rebellionen und Kompromissen.

Übersetzt von Ingrid von Heiseler
Draupadi Verlag 2011 - ISBN 978-3-937603-57-5








2010: Mai (Roman)

von Geetanjali Shree

Geetanjali Shree Mai







Drei Generationen einer gut situierten Familie in Nordindien: Der Großvater, ein Tyrann nicht ohne liebenswerte Züge, die Großmutter mit der rasiermesserscharfen Zunge, der untreue Vater, die beiden Kinder im komplizierten Prozess der Ablösung von einer dominanten Familie, eine Tante, die sich in alles einmischt, die Bediensteten. Im Zentrum steht Rajjo, die im Roman zumeist Mai (das Hindi-Wort für „Mutter“) genannt wird. Rajjo, die zunächst so schwach und unscheinbar wirkt, gewinnt im Verlauf des Werkes immer mehr an Konturen.

In „Mai" zeichnet Geetanjali Shree ein detailliertes Bild der Rollenmuster und des Beziehungsgeflechts in einer traditionellen indischen Familie. Da ist der Urkonflikt zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter, die strikte Trennung zwischen männlichen und weiblichen Domänen, aber auch der unaufhaltsame soziale Wandel, das Einströmen westlicher Ideen und Lebensweisen.

Geetanjali Shree, geb. 1957, lebt in Delhi und gehört zu den bekanntesten Hindi-Autorinnen der Gegenwart. Sie schreibt Romane und Kurzgeschichten. Mai, ihr erster Roman, erschien 1993 und wurde durch die Übersetzungen ins Englische (2000) und Französische (2008) zu einem international beachteten Werk.

Übersetzt von Reinhold Schein (Vorstandsmitglied des Literatur Forum Indien e.V.)
Draupadi Verlag 2010 - 978-3937603452



2009: Der Ursprung des Regenbogens (Stammesmythen aus Südindien)

von Dieter B. Kapp (Hrsg.)

Der Ursprung des Regenbogens (Stammesmythen aus Südindien)
„Der Ursprung des Regenbogens" führt den Leser ein in die faszinierende Gedanken- und Vorstellungswelt der Alu-Kurumba, eines kleinen Stammesvolkes, das in den Nilgiri Hills des indischen Unsionsstaates Tamil Nadu beheimatet ist. Die vom Dieter B. Kapp getroffene Auswahl aus den reichen mythischen Übesrlieferungen der Alu-Kulumba schließt Mythen ein, die von der Schöpfung und ihren Ahnen erzählen, um Götter und Dämonen kreisen, sowie Ausblenden
Naturerscheinungen und den Urspung bestimmter Tiere deuten.

Herausgegeben und übersetzt von Dieter B. Kapp
Draupadi Verlag 2009 - ISBN 978-3937603360





2008: Der goldene Gürtel (Erzählungen)

von Uday Prakash

Der goldene Gürtel Uday Prakash
Der indische Schriftsteller Uday Prakash wurde 1952 in einem Dorf im Bundesstaat Madhya Pradesh geboren. Er wird zu den bedeutendsten Autoren des Landes gezählt. In den fünf Erzählungen dieses Bandes gelingt es Uday Prakash, eine atmosphärische Dichte herzustellen, die an Edgar Allan Poe erinnert. Das gilt vor allem für "Der goldene Gürtel", mit der Beschreibung des bröckelnden Hauses und der dunklen Kammer, in der die Großmutter gefangen gehalten wird.

Übersetzt von Lothar Lutze
Draupadi Verlag 2008 - 978-3937603148