top left image
top right image
bottom left image
bottom right image
Gemäß unserer Zielsetzung, die Literaturen Indiens und seiner südasiatischen Nachbarländer im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen, haben wir durch Zuschüsse die Produktion einiger zeitgenössischer Romane, Erzählungen und Lyrikbände in direkter Übersetzung aus einer der Sprachen des Subkontinents gefördert. Obwohl das Literaturforum Indien nicht die gesamten Produktionskosten übernimmt, kann ein Zuschuss ausschlaggebend dafür sein, ob ein Buch erscheint oder nicht. Verlage, die planen, ein solches Werk herauszubringen, können sich mit einer kurzen Beschreibung des Projekts und einer Übersetzungsprobe um Förderung durch das Literaturforum Indien e.V. bewerben.

Jährlich wurde mindestens ein gefördertes Buchprojekt besonders herausgehoben und auf unseren Jahrestagungen präsentiert.

2024: Zu allen Zeiten, Roman

von Asghar Wajahat



Dieser humorvoll erzählte autobiographische Familienroman macht zahllose Vorfahren einer vor rund 400 Jahren aus Persien eingewanderten schiitischen Fürstenfamilie lebendig. 

Räumliche Zentren sind der auf einer Anhöhe liegende Familienstammsitz sowie das schiitische Viertel des alten Lucknow mit seinem extravaganten Lebensstil und den Auswüchsen jahrhundertelanger Inzucht.

Es kommt zu einer schrecklichen Familientragödie, zum Aufbau eines großen Landwirtschaftsbetriebs und zum Zerfall der einst mächtigen Dynastie.

Aus dem Hindi von André Penz, Draupadi Verlag 2024, 278 S.


2024: Entwurzelt, Roman

von Alka Saraogi




Kulbhushan denkt daran, wie er einen Tag vor seiner Abreise am Ufer der Gorai gesessen und bitterlich geweint hat. Jeder, der aus dem Land der siebenhundert Flüsse, aus Ost-Bengalen, stammt, hat wohl so einen Fluss, der jetzt, nachdem er sein Land verlassen hat, wie ein unaufhörlicher Strom von Tränen verborgen in seinem Inneren weiterfließt.


Aus dem Hindi von Almuth Degener, Draupadi Verlag 2024, 256 S.

Claudia Kramatschek bespricht den Roman "Entwurzelt" von Alka Saraogi: https://www.swr.de/.../alka-saraogi-entwurzelt-100.html


2023: Die Schöne und der Papagei. Ein satirischer Roman aus Indien

von Mrinal Pande




Die Schöne und der Papagei
ist eine Politsatire – und zugleich eine Reverenz an bis in die Gegenwart tradierte uralte indische Erzählkunst, wie sie sich etwa in den didaktischen Sammlungen Panchatantra und Hitopadesha niederschlägt. Charakteristisch für diese Erzählkunst ist die Kopplung von ausuferndem Fabulieren mit handfester Menschenkenntnis.

Aus dem Hindi übersetzt von Almuth Degener, Ines Fornell, Max Kramer und Heinz Werner Wessler, Draupadi Verlag 2023, 124 S.


2023: Mord (Kriminalroman) 

von Anjali Deshpande



Ein Mord ist geschehen. Aber das Opfer ist nur eine Prostituierte. Wen interessiert das schon! Der vom Dienst suspendierte Polizist Adhirath gibt sich nicht mit einfachen Lösungen zufrieden. Und das, obwohl er genug Probleme hat: der häusliche Frieden ist von Armut ebenso bedroht wie von den ständig nörgelnden Eltern, die nicht damit zurechtkommen, dass ihre Schwiegertochter aus einer niedrigen Kaste stammt und erfolgreich berufstätig ist. Zu allem Überfluss muss Adhirath mit einem Disziplinarverfahren rechnen, denn er hat die Dienstvorschriften übertreten, um einem Untergebenen zu helfen. Adhirath ermittelt auf eigene Faust und mit eigenen Methoden. Ob am Schluss die Schuldigen gefasst und bestraft werden? Oder erweisen sich soziale Faktoren stärker als Beweismittel?

Aus dem Hindi übersetzt von Almuth Degener;  Draupadi Verlag 2023, 210 S.



2023: Für Surju (Roman) 

von Jaiwanti Dimri


Eine Inderin arbeitet für einige Zeit als Dozentin in Bhutan. Zwischen ihr und ihrer ebenfalls indischen Hausangestellten entsteht im Laufe der Erzählung ein Verhältnis, das zwischen Kasten- und Klassenschranken einerseits und weiblicher Solidarität andererseits schwankt.

Beide Frauen leben im Exil, sind alleinstehend, und doch könnten ihre Lebenswelten kaum unterschiedlicher sein. Surju ist der kleine Sohn der Hausangestellten, der sie stets zu ihren Arbeitstellen begleitet.

In eher lakonischem Ton erzählt, entsteht das Bild eines fein gesponnenen Gewebes von Beziehungen vor dem Hintergrund der sozialen Umstände in Bhutan, dem "glücklichsten Land der Welt”, wo Arbeiter und Arbeiterinnen aus Indien und Bangladesch unter einfachsten Bedingungen Straßen bauen.

Aus dem Hindi übersetzt von Almuth Degener;  Draupadi Verlag 2023, 118 S.



2022: Von null bis eins. Abenteuer eines Gutsverwalters im Cyberspace (Roman) 

von Mirza Athar Baig

Von null bis eins
Der pakistanische Autor Mirza Athar Baig (geb. 1950) hat zahlreiche Drehbücher für Fernsehspiele sowie Kurzgeschichten und drei Romane verfasst.

Zwei junge Männer fahren zusammen aus ihrem Dorf in die Großstadt Lahore: Faizan, der Sohn des lokalen Großgrundbesitzers, und sein Schulfreund Zaki, der Sohn des Gutsverwalters. Zaki bleibt Faizans Welt zwar auf vielfältige Weise verbunden, wird aber trotz schlechter Ausgangsbedingungen zu einem begnadeten Computerspezialisten und lernt die Stadt in all ihren Facetten kennen.
Als er sich in das falsche Mädchen verliebt und auch noch Faizan auf die Idee bringt, die Machenschaften der Gutsherren zu entlarven, beginnt ein dramatischer Rachefeldzug.

Aus dem Urdu übersetzt von Christina Oesterheld
Draupadi Verlag 2022, 400 S., ISBN 978-3945191613



2021: Zwei Welten (Erzählungen)

von Chudamani Raghavan

Chudamani Raghavan
Chudamani Raghavan (1931 - 2010) war durch eine körperliche Behinderung von Kindheit an auf ein Leben in häuslicher Enge beschränkt. Umso mehr beeindrucken ihre nuancierten Charakterbeschreibungen und ihr untrügliches Beobachtungsvermögen für menschliches Verhalten in den 574 Kurzgeschichten, die sie zwischen 1954 und 2004 veröffentlichte.

Aus dem Tamil übersetzt von Hem Mahesh
Lotos Werkstatt 2021
Paperback: 122 Seiten
ISBN: 978-3-86176-062-7



2021: Murdahiya. Eine Dalit-Kindheit (Autobiografie)

von Tulsi Ram

Murdahiya
Indien in den 1950er Jahren. Erst seit wenigen Jahren unabhängig, befindet sich das Land im Aufbruch. Aber das Leben der Dalits ist vor allem von Beschränkungen gekennzeichnet. Armut, die diskriminierenden Regeln des Kastensystems, Unwissenheit und Aberglaube beherrschen das Leben. Der junge Dorfbewohner Tulsi Ram berichtet von seiner Kindheit und Jugend in einer nordindischen Dalit-Siedlung und von seinen ersten Schritten hinaus aus der Enge seiner Umwelt.

Aus dem Hindi übersetzt von Almuth Degener
Draupadi Verlag 2020
Paperback: 226 Seiten
ISBN: 978-3945191576



2020: Hört zu, ich erzähle! Aus dem Leben einer indischen Schauspielerin (Autobiografie)

von Hansa Wadkar


Bereits 1970 in Marathi erschienen, gehören die Lebenserinnerungen Hansa Wadkars bis heute zu den wichtigsten indischen Frauen-Autobiografien. Sie gewähren nicht nur Einblicke in die Frühzeit des indischen Kinos, sondern auch in das Gefühlsleben und die Kämpfe einer indischen Frau. Beruflich war Hansa Wadkar überaus erfolgreich, ihr Privatleben war dagegen von Ausbeutung durch die eigene Familie geprägt. Sie spielte in über 50 Filmen und avancierte in den 1940er Jahren zu einer der populärsten Schauspielerinnen des Marathi- und des Hindi-Films. 

Aus dem Marathi übersetzt von Adele Hennig-Tembe
Draupadi Verlag 2020
Paperback: 152 S.
ISBN 978-3-945191-51-4



2020: Die Zeiten ändern sich (Roman)

von P. Sivakami

Sivakami
Ein Roman aus dem ländlichen Süden Indiens, der spannende Einblicke in das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen verschiedenen Kasten und Gesellschaftsschichten bietet. P. Sivakami, selbst Angehörige einer "unberührbaren" Kaste, porträtiert einen Mann, dem der soziale Aufstieg zu einer angesehenen Persönlichkeit in seinem Dorf gelungen ist. Seine  Ehefrauen und seine Tochter erleben ihn allerdings als autoritären, manchmal jähzornigen Patriarchen.  
P. Sivakami verfasste das Buch bereits 1989 in Tamil und übersetze es später selbst ins Englische.

Aus dem Englischen übersetzt von Thomas Vogel
Draupadi Verlag 2020
ISBN 978-3-945191-50-7, 152 S.



2019: Ein Mann des Mittleren Weges (Roman)

von Manuka Wijesinghe

Ein Mann des Mittleren Weges
Nach dem Erfolg ihres ersten Romans Monsoons and Potholes durchleuchtet Manuka Wijesinghe erneut die Geschichte und die Seele ihrer Heimat Sri Lanka. In diesem Roman über einen Dorfschulleiter wird dessen felsenfester Glaube an den Theravada-Buddhismus
und das britische Bildungssystem von irrationalen Mächten wie Astrologie, Numerologie, Mythologie und menschlichem Begehren herausgefordert. Mit Temperament, Humor, Witz und Sarkasmus verbindet sie die strikte Disziplin des Theravada-Buddhismus mit den mystischen und volkstümlichen, bis heute sehr lebendigen Traditionen des alten Ceylon.

Aus dem Englischen übersetzt von Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2019
ISBN 978-3-945191-45-3, 410 S.



2019: Im Labyrinth (Erzählungen)

von Sara Rai

Sara Rai-Im Labyirinth
Was passiert mit einem Land wie Indien, wenn Turboglobalisierung und koloniale Vergangenheit aufeinanderprallen? In Sara Rais Geschichten steht die Welt Kopf: Mitten in der Stadt breitet sich Wildnis aus, Verbrecher entkommen ihrer gerechten Strafe, Paläste zerfallen zu Staub. Rais Helden sind häufig skurrile Einzelgänger oder Außenseiter, aber auch ganz normale Menschen in der indischen Großstadt. Ihr Alltag wird zum Ausgangspunkt für magische Momente. Die Protagonisten können alte Gewohnheiten abstreifen, neuen Mut schöpfen und in einer Zeit des Umbruchs ihren Platz finden.

Aus dem Hindi übersetzt von Johanna Hahn
Draupadi Verlag 2019
ISBN 9783945191439, 190 S.



2018: Auf der Suche nach dem eigenen Sein. Frauen aus Nepal erzählen

hrsg. von Johanna Buß und Alaka Atreya Chudal

Frauen aus Nepal
Zwölf nepalesische Autorinnen erzählen sehr offen von ihrem Leben und Aufwachsen
als Frauen in Nepal. In Nepal gelten Frauen weitgehend immer noch als stimmlose
Wesen, die sich im Hintergrund zu halten und den Männern das Reden zu überlassen haben.
Umso aufschlussreicher ist es, diese Frauen einmal zu Wort kommen zu lassen und aus
erster Hand von ihren Problemen, Hoffnungen und Sehnsüchten, aber auch ihrem Einfallsreichtum, ihrer Phantasie und ihrer Stärke in der Meisterung des täglichen Lebens zwischen Tradition und Moderne zu erfahren.

Aus dem Nepalesischen übersetzt von Johanna Buß und Alaka Atreya Chudal.
Draupadi Verlag 2018
ISBN 978-3-945191-32-3, 122 S.



2018: Die Stadt, das Meer, die Liebe (Roman)

von Rahman Abbas

Abbas-Stadt-Meer-Liebe
"Das war der letzte Tag von Asrars und Hinas Leben", so beginnt dieser Roman, der bei seinem Erscheinen 2016 sofort zum meistdiskutierten Buch der Urdu-Literatur wurde. Ein junger Mann zieht in die Großstadt Mumbai, ergreift einen Beruf, verliebt sich. Eine simple Geschichte, aber ein Roman randvoll mit Spannung und Fantasie, mit Sozialkritik, Philosophie und Poesie. Die Vielfalt der muslimischen Gemeinschaft Indiens, die persönlichen und sozialen Probleme der jungen Generation, religiöse und sexuelle Spannungen, all das ist Thema dieser Geschichte, die von einem jungen Liebespaar ebenso handelt wie von Mumbai, einer Stadt der Chancen wie auch einer Stadt des Elends.

Aus dem Urdu übersetzt von Almuth Degener
Draupadi Verlag 2018
ISBN 978-3-945191-29-3, 326 S.



2017: Der Nagalingabaum (Erzählungen)

von Chudamani Raghavan

Pandavapuram

In ihren Erzählungen setzt sich die Autorin kritisch mit festgefahrenen gesellschaftlichen Traditionen auseinander, z. B. mit von der künftigen Schwiegermutter dominierten Heiratsverhandlungen oder mit den bitteren Erfahrungen einer jungen Frau in den ersten Jahren nach der Heirat. Ganz allgemein gilt ihr besonderes Interesse dem immer noch von einer strengen Tradition bestimmten heutigen Leben, das vor allem für die Frauen eine Herausforderung darstellt.

Aus dem Tamil übersetzt und herausgegeben von Dieter B. Kapp
Draupadi Verlag 2017
ISBN 978-3-945191-21-7,  164 S.




2016: Pandavapuram - die Stadt der Liebe (Roman)

von A. Sethumadhavan

Pandavapuram

"Ich habe schon vor langem die dünne Grenze zwischen Wahrheit und Einbildung durchbrochen." Das sagt Devi, eine Lehrerin in einem südindischen Dorf Sie bekommt Besuch von einem Mann, der behauptet, sie schon einmal getroffen zu haben. Devi streitet das enegisch ab. Es entsteht ein ebenso faszinierendes wie rätselhaftes Spiel zwischen der Frau und dem Fremden, wobei offen bleibt, was wirklich geschehen ist.

Übersetzt von Salome Heyn
Draupadi Verlag 2016
ISBN 978-3-945191-15-6,  132 S.





2016: Wie queren wir Flüsse? Geschichten und Gedichte vom indischen Subkontinent (Jubiläumsband zum zehnjährigen Bestehen des Literaturforums Indien e.V.)


Wie queren wir Flüsse




Aus dem Vorwort: „Wie queren wir Flüsse?" Darum geht es in einem Gedicht des indischen Lyrikers Keki N. Daruwalla. Flüsse machen das Land fruchtbar, sie verbinden die Menschen, ermöglichen Handel und kulturellen Austausch. Aber sie trennen auch. Ein Fluss, so Daruwalla, stellt sich uns in jeder Lebensphase als Hindernis in den Weg. Damit man den eigenen Weg fortsetzen kann, muss er irgendwie überquert werden. Sei es watend, schwimmend oder in einem Boot. Aus eigenen Kräften oder mit fremder Hilfe. Der Fluss wird zum universalen Bild für die Bewältigung von Hindernissen und Gefahren.

Vor Hindernissen, die es zu überwinden gilt, stehen die Protagonisten in vielen der Geschichten und Gedichte dieser Anthologie. Etwa vor der sozialen Kluft zwischen reich und arm, gebildet und unwissend, angesehen und verachtet. Oder vor dem Antagonismus von patriarchalischer Tradition und dem Emanzipationsstreben der Frauen. In vielfältiger Weise verweisen die Texte dieses Buches auf solche zwischenmenschlichen Schranken und Klüfte, sie zeigen unterschiedliche Wege, sie zu überwinden. Sie stellen das Scheitern an den realen Bedingungen dar, aber auch den Sieg von Mut und Menschlichkeit über große Widerstände.

2006 wurde das Literaturforum Indien e.V. gegründet und der runde Geburtstag ist unmittelbarer Anlass für diese Anthologie. Die Auswahl der Geschichten und Gedichte will einen Querschnitt der neueren Literatur Indiens bieten. Sie umfasst Texte aus 12 Ausgangssprachen, wobei einige der sprachlich und kulturell nah verwandten Nachbarn Indiens einbezogen wurden. [mehr...]

Herausgegeben von Ines Fornell und Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2016 - ISBN 978-3-945191-13-2,  190 S.



2015: Die Mauern von Delhi (Zwei Erzählungen)

von Uday Prakash

Die Mauern von Delhi

Uday Prakash ist einer der bedeutendsten Hindi-Schriftsteller der Gegenwart. Die meisten seiner Erzählungen handeln vom Leben in den ländlichen Gebieten, doch gibt es auch Geschichten, die in der indischen Hauptstadt Delhi angesiedelt sind. Zwei dieser Erzählungen finden sich in diesem Band.

Aus dem Hindi übersetzt von Anna Petersdorf und Barbara Lotz
Draupadi Verlag 2015
ISBN 978-3-937603-99-5, 100 S.






2014: Der Ruf der weiten Welt (Erzählungen)

von Rabindranath Tagore

Der Ruf der weiten Welt
Von Tagores Erzählungen ist bisher nur ein kleiner Teil in Deutschland erschienen. Dabei sind es gerade diese bewegenden Geschichten, die die Menschen des 21. Jahrhunderts ansprechen. Die zehn Kurzgeschichten dieses Bandes sollen dabei helfen, den großen indischen Künstler neu zu entdecken.

Aus dem Bengali übersetzt von Nirmalendu Sarkar
Draupadi Verlag 2014
ISBN 978-3-937603-92-6,  130 S.





2013:  Auf der Suche nach Sita. Neue Blicke in die indische Mythologie         hrsg. von Malashri Lal und Namita Gokhale


Auf der Suche nach Sita
Sita, die Heldin des Ramayana, entfaltete über Jahrhunderte eine prägende Wirkung auf die Mädchen und Frauen Indiens. Sie sollten sein wie Sita: klug, tapfer, geduldig und vor allem ihrem Gatten gegenüber in jeder Lage loyal, ihm immer treu ergeben: die perfekte Ehefrau.
Die Essays, Interviews und Kurzgeschichten dieser Anthologie beleuchten die Rolle Sitas als Leitbild vieler Generationen. Sie untersuchen, wie Gandhi und Nehru Sita sahen und für ihren gewaltfreien Unabhängigkeitskampf einsetzten und wie sie auf die heutige junge Generation wirkt.
In dieser Anthologie wird das Leitbild Sita auf den Prüfstand gestellt: War sie wirklich so still, geduldig, fügsam, wie eine patriarchalische Tradition sie sehen will?
Das Buch hilft zu verstehen, wie Inder, und besonders Inderinnen, denken und fühlen, welche Ideale und Vorbilder sie verinnerlicht haben und wie sie sich aus den Fesseln des Patriarchats herausarbeiten.

Aus dem Englischen übersetzt von Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2013
ISBN 978-3937603780,  214 S.


2013: Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns (Roman)

von Mahasweta Devi

Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns

Mahasweta Devi (geb. 1926) gehört zu den bedeutendsten indischen Schriftstellerinnen. Sie hat mehr als 50 Romane und eine noch höhere Zahl von Kurzgeschichten verfasst. Die Erzählung „Das Brahmanenmädchen und der Sohn des Bootsmanns“ gehört zu ihren frühen Werken.


Aus dem Bengali übersetzt von Barbara DasGupta
Draupadi Verlag 2013
ISBN 978-3-937603-79-7,  98 S.






2012: Ein Tropfen Licht (Gedichte)

von O.N.V. Kurup

Ein Tropfen Licht
O. N. V. Kurup, geb. 1931 in Chavara, Kollam (Kerala), ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dichter Indiens, führender Lyriker der klassischen Moderne der Gegenwartsliteratur in Malayalam, in Indien gewürdigt als „Humanist unter Dichtern und Dichter unter Humanisten“ (K. Satchidanandan), vielfach national und international ausgezeichnet, zuletzt mit dem höchsten Literaturpreis Indiens (Jnanapitham 2007) und durch höchste nationale zivile Ehrungen der indischen Zentralregierung: Padmashri (1998) und Padmavibhushan (2011), Dr. h.c. Universität Kerala (2007).

Aus dem Malayalam übersetzt von Annakutty Valimangalam K.-Findeis.
Draupadi Verlag 2012  
ISBN 978-3-937603-70-4, 212 S.



2011: Die Stunde nach Mitternacht (Roman)

von Salma

Die Stunde nach Mitternacht

Die indische Schriftstellerin Salma beschreibt in ihrem Roman "Die Stunde nach Mitternacht" das Leben von muslimischen Frauen im indischen Bundesstaat Tamil Nadu. Die Frauen leben in einer abgeschlossenen, von Männern dominierten Welt. Ihr Leben besteht aus kleinen Rebellionen und Kompromissen.

Aus dem Englischen übersetzt von Ingrid von Heiseler
Draupadi Verlag 2011
ISBN 978-3-937603-57-5,  358 S.






2010: Weißer Hibiskus (Erzählungen)

von Geetanjali Shree

Geetanjali Shree Mai
Geetanjali Shree, geb. 1957, erzählt mit großer Präzision Geschichten über die Vielschichtigkeit menschlichen Verhaltens. Auf Hindi sind bis jetzt von ihr fünf Romane und vier Bände mit Erzählungen erschienen. International bekannt wurde sie durch ihren Roman „Mai“, der u.a. ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt wurde. Ihre Erzählungen handeln von Familien- und Beziehungsstrukturen, von sozialen und religiösen Konflikten. Dabei geht es der Autorin weniger darum, spannende Geschichten zu erzählen. Vielmehr versucht sie, Stimmungen zu erzeugen, in denen sich Gefühle, Phantasien und Erinnerungen entwickeln können. Ihre Vielseitigkeit und literarische Ausdruckkraft haben Geetanjali Shree zu einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen Indiens werden lassen.

Aus dem Hindi übersetzt von Anna Petersdorf
Draupadi Verag 2010 
ISBN 978-3937603469,  85 S.



2010: Mai (Roman)

von Geetanjali Shree


Geetanjali Shree Mai



Drei Generationen einer gut situierten Familie in Nordindien: Der Großvater, ein Tyrann nicht ohne liebenswerte Züge, die Großmutter mit der rasiermesserscharfen Zunge, der untreue Vater, die beiden Kinder im komplizierten Prozess der Ablösung von einer dominanten Familie, eine Tante, die sich in alles einmischt, die Bediensteten. Im Zentrum steht Rajjo, die im Roman zumeist Mai (das Hindi-Wort für „Mutter“) genannt wird. Rajjo, die zunächst so schwach und unscheinbar wirkt, gewinnt im Verlauf des Werkes immer mehr an Konturen.

In „Mai" zeichnet Geetanjali Shree ein detailliertes Bild der Rollenmuster und des Beziehungsgeflechts in einer traditionellen indischen Familie. Da ist der Urkonflikt zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter, die strikte Trennung zwischen männlichen und weiblichen Domänen, aber auch der unaufhaltsame soziale Wandel.

Geetanjali Shree schreibt Romane und Kurzgeschichten. „Mai", ihr erster Roman, erschien 1993 und wurde zu einem international beachteten Werk.

Aus dem Hindi übersetzt von Reinhold Schein
Draupadi Verlag 2010 - ISBN 978-3937603452,  244 S.



2009: Der Ursprung des Regenbogens. Stammesmythen aus Südindien

von Dieter B. Kapp (Hrsg.)

Der Ursprung des Regenbogens (Stammesmythen aus Südindien)
„Der Ursprung des Regenbogens" führt den Leser ein in die faszinierende Gedanken- und Vorstellungswelt der Alu-Kurumba, eines kleinen Stammesvolkes, das in den Nilgiri Hills des indischen Unsionsstaates Tamil Nadu beheimatet ist. Die vom Dieter B. Kapp getroffene Auswahl aus den reichen mythischen Übesrlieferungen der Alu-Kulumba schließt Mythen ein, die von der Schöpfung und ihren Ahnen erzählen, um Götter und Dämonen kreisen, sowie Ausblenden
Naturerscheinungen und den Urspung bestimmter Tiere deuten.

Herausgegeben und übersetzt von Dieter B. Kapp
Draupadi Verlag 2009 
ISBN 978-3937603360,  118 S.





2007: Der goldene Gürtel (Erzählungen)

von Uday Prakash

Der goldene Gürtel Uday Prakash
Der indische Schriftsteller Uday Prakash wurde 1952 in einem Dorf im Bundesstaat Madhya Pradesh geboren. Er wird zu den bedeutendsten Autoren des Landes gezählt. In den fünf Erzählungen dieses Bandes gelingt es Uday Prakash, eine atmosphärische Dichte herzustellen, die an Edgar Allan Poe erinnert. Das gilt vor allem für "Der goldene Gürtel", mit der Beschreibung des bröckelnden Hauses und der dunklen Kammer, in der die Großmutter gefangen gehalten wird.

Aus dem Hindi übersetzt von Lothar Lutze
Draupadi Verlag 2008 
ISBN 978-3937603148,  72 S.